App Economy

Mobile-Marketing und -Strategie von Josef Mayerhofer

Naming an App — Find the best name from the Marketing Perspective.

app name idee

Wo erfahren potenzielle Nutzer von Ihrer App? Wenn sie nicht über externe Quellen wie Rezensionen oder Empfehlungen durch Freunde zu Ihrer App navigiert werden, finden sie sie im App-Store: Ein großer Teil der Apps wird so verkauft. Daher sind Ihr Auftreten im App-Store und die damit verbundene Sichtbarkeit so wichtig.

Auf den ersten Blick beurteilen die Besucher Ihre App anhand von vier Gesichtspunkten:

  1. App-Name
  2. Icon
  3. Screenshots
  4. Sterne-Bewertung

Diese vier Punkte müssen den Besucher davon überzeugen, mehr über Ihre App wissen zu wollen. Für die Kunden mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom sind es gar die einzigen Entscheidungskriterien. Die sind nämlich so ungeduldig, dass sie Beschreibungstext und Rezensionen gleich überspringen.

In diesem Blogpost beleuchte ich den Geschriebenen Teil Ihrer App-Visitenkarte. Ich habe vier einfache Grundregeln zusammengestellt, die Ihnen helfen, Ihren App-Namen zu finden oder zu verbessern.

1. Der Name der App muss für die Nutzer leicht zu merken sein.

Denken Sie daran, dass die Nutzer mit einer Unzahl an Apps konfrontiert sind und Ihre App zunächst nur einige Sekunden zu Gesicht bekommen.

Beispiele:

  • Im Spiel Fruit Ninja zerteilen Sie mit Ihrem virtuellen Schwert frische Früchte. Die lustige Spielidee wird auch im Namen transportiert; er ist kurz und einprägsam.
  • ElementalKnightsOnlineTheWorld, ein MMORPG, ist am anderen Ende der Einprägsamkeits-Skala anzusiedeln. Selbst, wenn die Entwickler sich für die Verwendung von Leerzeichen im Namen entschieden hätten, bliebe er sperrig und langweilig.

Wenn Sie in Ihrem App-Namen mehr Informationen unterbringen wollen, empfiehlt es sich, einen kurzen Namen zu wählen und durch einen Zusatz weitere Informationen zu geben. Auf dem Gerät zeigen Sie dann ausschließlich den Kurznamen an:

  • WhatsApp heißt in den App-Stores „WhatsApp Messenger“. Unter dem Icon auf dem Handy steht dann nur noch WhatsApp. Eine wichtige Zusatzinformation für Neulinge, die noch gar nicht wissen, worum es in der App geht.

2. Damit Ihre App in der Suche gefunden wird, sollten Sie nach Möglichkeit auch ein Keyword einbauen.

Die Platzierung von Keywords im App-Titel ist nicht nur für die Suche im App-Store wichtig, sondern sie wirkt sich auch auf die Auffindbarkeit durch herkömmliche Suchmaschinen positiv aus.

Sucht jemand im iTunes App Store beispielsweise nach „Weinführer“ tauchen gleich mehrere Apps auf, die dieses Wort im Titel tragen. Ganz anders ist die Situation im Android Market. Apps wie „Weinjahrgänge“, die man auch als Weinführer bezeichnen könnte, haben das Keyword verschlafen, und so liefert die Suche nach „Weinführer“ kein einziges Ergebnis.

3. Ein weiteres Kriterium für Ihren App-Namen sollte die Einzigartigkeit sein.

Abgesehen davon, dass Sie rechtliche Probleme bekommen können, wenn sich der Name Ihrer App mit dem einer anderen überschneidet, ist die Verwechslungsgefahr auch für Sie ein Problem.

Langfristig wollen Sie eine starke Marke aufbauen, Apps mit verwechselbaren Namen stehen sich dabei selbst im Weg. Das Beispiel von Fruit Ninja wird auch dem Kriterium von Einzigartigkeit gerecht.

4. Der Name Ihrer App sollte möglichst einheitlich in verschiedenen App-Stores und Ländern geführt werden.

Die Marke Ihrer App kann nur durch konstante Präsenz wachsen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben verschiedene App-Namen für Ihre Android- und iPhone-Versionen. Wenn ein Blogger nicht explizit beide App-Stores verlinkt, kann es sein, dass Ihre App nur in einem der beiden Stores gefunden wird. Durch unterschiedliche Namen verhindern Sie also Spillover-Effekte und bremsen das positive Feedback.

Im Lichte der internationalen Präsenz Ihrer App ist dieses Thema besonders relevant. Während einige User nur in dem Teil des Internets unterwegs sind, der in ihrer Muttersprache geschrieben ist, gibt es eine zweite Gruppe, die sich nicht viel aus Sprachbarrieren macht. Die erste Gruppe von Nutzern versteht den Namen Ihrer App unter Umständen nicht, wenn er nicht übersetzt wurde. Und die zweite Gruppe findet die App nicht, weil der Name in ihrem Heimatland anders lautet. Bei der Standardisierung des Namens sollten Sie beide Gruppen berücksichtigen. Falls Ihr Name nicht international verständlich ist, können Sie einen Teil des App-Namens übersetzen. So bleibt Ihre Marke international erhalten und der Titel Ihrer App trotzdem verständlich.

  • Die App FidMe (iOS, Android, WP7, Bada, Blackberry und Nokia), ersetzt Plastik-Kundenkarten. Der Name ist angelehnt an das französische Wort für Kundenkarte – carte de fidélité. Das werden die meisten Nutzer der deutschen Lokalisierung allerdings nicht verstehen. In diesem Fall hätten sich die Entwickler für einen Zusatz wie „FidMe – Kundenkartenverwaltung“ entscheiden können. Die Bezeichnung ist zwar sperriger, doch die höhere Aussagekraft und das eingefügte Keyword sind wertvoller als der kurze Name.

Foto: Kristian Niemi (CC BY-NC-ND 2.0)

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 App Economy

Theme von Anders NorénHoch ↑