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Mobile-Marketing und -Strategie von Josef Mayerhofer

Autor: admin

F2P ist gut.

Nur machen es 85% aller F2P-Games falsch: Sie legen mehr Wert auf Geld, als auf Spaß. Diese Strategie kann nicht aufgehen. Weder für Spieler, noch für Entwickler, sagt James Portnow  vom Game-Developer-Portal Extra Credits. Wie man es richtig macht, erklärt er im F2P-Video. 

Emotional App-Marketing: The story behind your app.

Thomas Suarez on Apps at tedx. Photo by Daniel Sofer (CC BY-NC-ND 2.0)

Vermutlich sind auch Sie in den letzten Tagen über ein immer populärer werdendes Video gestolpert, das nicht nur in der App-Welt für Aufsehen gesorgt hat: Die Rede ist vom TEDx Talk, den der 12-jährige Thomas Suarez kürzlich gehalten hat. Wie kommt er zu der Ehre? Er hat mit seinem kleinen Unternehmen CarrotCorp bereits einige Apps im iTunes App Store und unterstützt an seiner Schule andere junge Programmierer bei ihren App-Ideen.

Wie immer, wenn ein junges Talent seine Altersgenossen in den Schatten stellt, ruft das zwei Reaktionen hervor: überschwängliches Lob oder Hasstiraden. Ja, es ist ein wenig beängstigend, wenn ein Zwölfjähriger solche Ambitionen zeigt und mit seiner Präsentation selbst erwachsene und erfahrene Redner alt aussehen lässt. Man kann sich ausmalen, wo dieser Junge in wenigen Jahren schon stehen könnte. Das beunruhigt jeden, der nicht selbst noch ein Teenager ist.

Doch statt aus verletzter Eitelkeit von elterlichem Drill und angeblicher Arroganz zu reden, sollten Sie Suarez seinen Erfolg gönnen und aus seinem Video etwas für die App-Vermarktung lernen: Bewerben Sie nicht nur Ihre App, vermarkten Sie auch sich – und Ihre ganz persönliche Geschichte.

Suarez programmiert keine Spitzenapps, im Gegenteil. Sie haben den Charme von  ungezwungenen Experimenten und sind trotzdem sehr gut; für einen blutjungen Anfänger eben. Er verkauft sie teilweise immerhin für 99 Cents und erhält auch sehr gute Wertungen, weil er den Jugend-Bonus hat. Menschen kaufen seine App, weil Sie ihn unterstützen wollen. Das zeigt: Je mehr persönliche Bindung Sie herstellen können und je mehr Sie Ihre App-Marke mit positiven Emotionen aufladen, desto besser.

Überlegen Sie, welche Geschichte Sie zu Ihrer App erzählen können: Sie haben Ihre Küchentricks-Sammlung programmiert, weil Sie selbst einmal beinahe an einer Fischvergiftung gestorben wären? Für die Arbeit an Ihrem Spiel mussten Sie von Ihrem rumänischen Bauerndorf täglich zwei Stunden zum nächsten Internet-Café pendeln? Was auch immer sich eignet, um der Entstehung Ihrer App einen persönlichen Touch zu verleihen und der Presse eine interessante Anekdote, eine lustige Schlagzeile, eine tolle Metapher zu liefern – verwenden Sie es. Und bleiben Sie authentisch dabei.

Nicht zu jeder App gibt es eine gute Geschichte, dann müssen eben deren Qualitäten im Vordergrund stehen. Doch wenn es eine gibt, seien Sie nicht schüchtern. Wenn ein Zwölfjähriger sich einem Millionenpublikum aussetzen kann, schaffen Sie das schon lange.

Bild: Daniel Sofer (CC BY-NC-ND 2.0)

 

 

 

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